Braucht der GWA eine Frauenquote?
Zurück aus zwei Wochen Mexico Holiday und wühle mich durch E-Mails.
Da lese ich die GWA-Vorstandswahlliste – und stelle mir die Frage:
Brauchen wir eigentlich eine Frauen- oder Diversitätsquote in Agenturen und Marketing?
Auf der GWA-Vorstandswahlliste stehen viele starke Persönlichkeiten, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – gerade in diesen herausfordernden Zeiten. 🙌
Umso mehr freut mich, dass der Vorstand 2026/27 paritätisch und generationsübergreifend besetzt werden kann.
Mit Larissa Pohl hat der GWA zudem eine Präsidentin, die vor Optimismus und Motivation nur so strotzt – und das auch klar kommuniziert. Danke dafür!
Zur Wahl stehen zudem u.a. GWA Young Board Chairwoman Aissu Diallo, "Haltungswerber" Raphael Brinkert und DEI&B Forums Sprecherin Claudia Diaz Sanchez. Das sind gute Neuigkeiten!
Der GWA braucht keine Frauenquote. Und ehrlich gesagt – keine Agentur braucht sie.
Was wir brauchen, ist Selbstreflexion.
Wir müssen uns ehrlich fragen, ob die Menschen, die in unseren Unternehmen arbeiten, wirklich das Spektrum abbilden, für das wir arbeiten.
Gerade in der Werbewelt, in der ein Großteil der Kaufentscheidungen von weiblich gelesenen Personen getroffen wird, ist das Missverhältnis oft absurd.
Warum stellen sich so viele nicht der Realität?
Wenn wir es freiwillig nicht schaffen, Diversität und Zugang herzustellen –
müssen wir dann vielleicht doch über Quoten oder klare Regelungen sprechen?
Oder werden Kund*innen das in Zukunft vielleicht sogar einfordern (müssen)?
Wer die Realität ignoriert, blockiert nicht nur Menschen,
sondern auch Innovation, Relevanz und Fortschritt.